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25.2.2010 von R. Langel.
Ich möchte an dieser Stelle, gerade weil die Position der Kirchenratsvorsitzenden auch ein politischer Posten ist Margot Käßmann meinen tiefsten Respekt für ihren Rücktritt zollen. Unbestritten hat sie einen Fehler begangen, für den Sie aber die volle Verantwortung übernimmt, als eine öffentliche Person. Hier tritt gerade - und da muss man sagen leider - jemand zurück der Rückgrat und politischen Anstand besitzt. Nach einer Alkoholfahrt oder vergleichbaren schweren Verkehrsdelikten oder andere Verstöße gegen geltendes Recht und gegen gängige Moralvorstellungen haben sich andere öffentliche Personen wesentlich mehr verbogen und einen Rücktritt verweigert, wenngleich dies in breiter Front gefordert wurde. Frau Käßmann tritt zurück obwohl viele dieses bedauern, sie weiter stützen würden und ihr geraten haben das Amt weiter auszuüben. Sie hat gewusst, dass sie in der Zukunft irgendwann einmal mit ihrer Tat konfrontiert würde und hat - wie es früher üblich war- die Verantwortung übernommen, nicht in Stückchen sondern im Ganzen für ihr Verhalten. Parallel dazu kann man sehen, wie sich ein Jürgen Rüttgers um die Konsequenz seines moralischen Fehlverhaltens herumdrückt. Anders noch werden die, die in der 2. Reihe stehen zum Rücktritt gedrängt und als Bauernopfer vorgeschoben. Eine moralische Verkommenheit in der Politik und in öffentlichen Ämtern ist schon lange zu beobachten. Korruption und Klüngel bereits von großen Organisationen wie Ausschüssen der UN und Amnesty International in DEUTSCHLAND angemahnt. Was ändert sich? Bisher leider nichts, ich hoffe aber, dass sich die moralischen Werte in der Gesellschaft wieder manifestieren und gelebt werden. Anfangen kann man dies bereits im ganz kleinen Kreis, indem man sich für seine Taten verantwortlich zeigt, auch wenn sie falsch waren.
Hoffentlich macht diese Vorgehensweise Schule!
Geschrieben in Kirche, Gesellschaft, Allgemeines, Wunsch an die Politik | Keine Kommentare »